Wie weit kann die Leidenschaft gehen?

Nach der EBRO-Tour hieß es am vergangenen Wochenende endlich wieder ans Wasser zu unseren belgischen Freunden nach Oosterlo an den Tine's Lake. Roman hat bereits eine Woche zuvor mit den Vorbereitung begonnen. Ab Donnerstag tickte die Uhr. Natürlich hat er seinem Spitznamen als El Particulo wieder alle Ehre gemacht. Er reiste schon am Freitag an und konnte sich ein Bild von den Bedingungen vor Ort machen. Mit bereits 3 Läufen am ersten Nachmittag überzeugte er mich davon, so schnell es ging nachzukommen. Also machte ich mich direkt nach dem letzten To-Do im Büro auf den Weg nach Hause, packte nur noch mein Foodbag, da der Rest bereits am Vortag gepackt war. Natürlich hieß es zunächst vorgrillen mit meinem Herzblatt...

 

Nach einer 1-stündigen Fahrt und endlich dort angekommen, war schnell klar, dass ich ein existenzielles Ausrüstungsstück vergessen hatte. Das dachte ich zumindest und konnte mich auch nicht davon überzeugen lassen, es nicht zu holen. Also hieß es Aufgabenteilung und nicht aus der Ruhe bringen lassen. Auto ausgepackt, Rücktour angetreten. Als ich dann endlich um 22:30 Uhr total entnervt am Wasser ankam, erwartete mich eine Überraschung: Das Bivvy war bereits aufgebaut, die Ruten auf dem Pott und mit meinen Montagen bestückt. Hierzu nochmal tausend Dank an Roman.

 

Jetzt konnte es endlich losgehen. Wir machten das Boot startklar und steuerten die noch gespeicherten Spots von unserer letzten Session mit einem Partikelmix, Spotmix und gecruchten Boilies an. Die Taschen waren noch nicht richtig im Bivvy verkramt und der erste Cyprini mit einem stattlichen Gewicht von 22 Pfund

stattete uns nach einem Vollrun einen Besuch ab. In der gleichen Nacht sollte noch einer hinzukommen. Damit war es mal wieder klar. Jedes Rig, das sich im Wasser befindet, ist fängig. Auch wenn man so spät am Gewässer ankommt.

 

Am Samstag hatten wir es mit einem Wetterumschwung zu tun. Wir hielten an unserer Futterstrategie fest. Allerdings hatten wir damit zu kämpfen, dass die Bisse zwar durchliefen, aber wir sie nach kurzer Kontaktaufnahme verloren. So hatte Roman die Idee, anstatt der üblichen Safety-Clip-Montage die Inlinebleimontage auszupacken und ich entschied mich dafür das Gewicht des Bleies zu erhöhen, um den Fischen auch den letzten Spielraum zu nehmen.  An dem Erfolg der Montagenänderung konnte ich mich leider nur noch einmal erfreuen, da ich mich bereits am Sonntag wieder auf den Heimweg gemacht habe. Für Roman hieß es dann noch 24 Stunden. Und die sollten sich auszahlen! Unter anderem mit diesem schönen Stör.


Unterm Strich konnten wir 6 Karpfen, 2 Störe und -man glaubt es kaum- 1 Hecht von unserer Boilie-Pop-Up-Wahl und dem Partikelmix überzeugen. Und vor allem, selbst wenn es mal stressig wird, sollte man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen... Die Bilder dieser Session findet ihr im Monat April auf unserer Homepage unter der Rubrik Mediatheke.